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rehaKIND gründet AG 'Kinderbeatmung'

Themenportfolie wird in Richtung Intensivmedizin, Pflege und Homecare erweitert

Mit einem ganzheitlichen Blick auf die Bedarfe dieser kleinen, auf komplexe Hilfsmittelangewiesene Gruppe junger Menschen werden Versorgungspfade und Umsetzungsvorschläge erarbeitet.

                                                                                                                                                                                                       
Seit fast 17 Jahren engagiert sich rehaKIND e.V. für die besonderen Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Behinderungen und chronischen Krankheiten. Mit der Gründung der AG „Kinderbeatmung“ erweitert sich das neutrale Netzwerk um einen wichtigen pflege- und kostenintensiven Bereich für die betroffenen Familien. Die Internationale Fördergemeinschaft rehaKIND hat nun 90 Mitglieder, neu dabei zum Thema Beatmung/Homecare  sind die Unternehmen BÖRGEL, Glotz, Häussler, Heinen & Löwenstein, Medigroba, Provita Arndt, ResMed, sowie Sapio, VIVISOL und WKM.

Ziel ist auch hier, neben der Definition von Produktqualitäten und Anwendungsfeldern, vor allem die mit der interdisziplinären Zusammenarbeit verbundenen Versorgungspfade zu definieren.

Ein ganzheitlicher Blick auf die Bedarfe dieser kleinen, auf komplexe Hilfsmittel angewiesene Gruppe ist wichtig, um die im Alltag notwendige Unterstützung zu erzielen. Inzwischen hat sich die Technologie der Beatmungsgeräte und zugehöriger weiterer Medizintechnik sowie die erforderliche Infrastruktur so weit verbessert, dass Kinder und Jugendliche mit Beatmungsbedarf in der Regel außerhalb der Klinik versorgt werden können. Pädiatrische Erkrankungen, die eine Beatmung erforderlich werden lassen, stellen alle am Versorgungsprozess beteiligten Akteure jedoch vor besondere Herausforderungen. Es handelt sich oftmals um komplexe, mit mehreren Behinderungen einhergehende und/oder progredient verlaufende Erkrankungen.

Beatmete Kinder und Jugendliche haben einen Anspruch auf ganzheitliche interdisziplinäre Förderung. Alltagsrelevante Ziele müssen auf der Basis der ICF-CY im interdisziplinären Team formuliert werden. Die Kontextfaktoren wie häusliche, schulische sowie Kindergartenumgebung und die personenbezogenen Faktoren (Ressourcen des Kindes, der Familie und der Umgebung) sind zu berücksichtigen. Ebenso  müssen die Barrierefaktoren bewertet werden. Im Zuge der Umsetzung der Behindertenrechtskonvention ist bei Inklusion in Schule und gleichaltrigen Gruppen auf eine individuelle und akzeptierte Hilfsmittelversorgung zu achten.

Dies erfordert einen wesentlich höheren Dienstleistungsanteil des gesamten Versorgungsteams. Fachkräfte in der Kinderversorgung müssen entsprechende Erfahrung und spezielle Zusatzqualifikationen vorweisen.

Vertragskonzepte der Leistungsträger müssen diesen Besonderheiten Rechnung tragen. Besondere Probleme ergeben sich beim Übergang von der Kinder- und Jugendversorgung zur Erwachsenenversorgung. Gesetzliche Grundlagen werden zur Zeit im Rahmen der Einführung von MZEB (Medizinische Zentren für Erwachsene mit Behinderungen) geschaffen, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.

Mit rehaKIND-Mitgliedern und Beiräten aus Medizin und Wissenschaft, von Kostenträgern und aus dem Betroffenenkreis erweitert die AG „Kinderbeatmung“ das Netzwerkangebot der Internationalen Fördergemeinschaft. Damit wird die Zusammenarbeit aller am Rehabilitationsprozess Beteiligten gefördert und Transparenz in der Versorgungsqualität geschaffen. So werden Versorgungsprozesse optimiert und ein sinnvoller Mitteleinsatz in der Kinderreha garantiert.

rehaKIND e.V.

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